| |
| Doppler Über das farbige Licht der Doppelsterne eine Oper in drei Akten von Friedrich Danielis |
Die Personen Christian Doppler, Physiker aus Salzburg Bariton seine Frau Mezzosopran Konstanze von Nissen, Witwe Alt Anton Winter, ihr Diener später Valet bei Doppler Baßbariton Anton von Winter, Rektor der Wiener Universität Baß Aloisia von Winter, dessen Tochter Sopran Friedrich Herlicka, Mitglied der böhmischen Akademie Tenor Katharina Herlicka, spätere Schönborn, dessen Schwester Mezzosopran Federigo Dallapietra, ein venezianischer Weltreisender Tenor Signorina Florian Koloratursopran Mitglieder der Böhmischen Akademie etwas Wiener Gesellschaft ein Streichquartett ein Professorenquartett die Pressemeute Gondolieri Instrumentalbesetzung wie Mozarts Don Giovanni Synopsis Erster Akt Salzburg, dann Anton von Winters Haus in Wien. Anton Winter, Diener bei der Witwe Nissen ist auf der Suche nach einem neuen Herrn und nähert sich in einer Parallele an Doppler an, der mit dem Birnenlied auftritt. Quartettspiel bei der Witwe Nissen, Dallapietra vertritt Doppler, der beim Zuhören eine sinnenfällige Form für seine Idee der Wellenverschiebung findet. Auftritt der Frau. Ihre Arie wird zum Duett mit der Witwe Nissen, das katastrophale Ende bringt Doppler und Anton endgültig zusammen. Man reist nach Wien. Zweiter Akt Universität Wien, später: Prager Akademie. Auftritt des Chores der Wiener Gesellschaft. Dallapietra versucht, gegen diese und das mit erneuter Kraft auftretende Professorenquartett, Doppler zu verteidigen. Doppelers Wissenschaft wird ausschließlich wörtlich zitiert. Man hört ihn in der Aula. Er wird von Zwischenrufern und dem zynischen Anton von Winter ins Lächerliche gezogen. Die Wiener Gesellschaft hält, was sie verspricht (Astronomie, Physik, zu fad; gehn wir zum Göttlicher: dort ist was los. Da gibts einen Weißen ......). Der Niederlage will Doppler nach Amerika entfliehen. Dallapietra überbringt jedoch eine Einladung der Böhmischen Akademie. Doppler, der Parallele wohl bewußt, nimmt an. Auftritt der Böhmischen Akademie. Ein anderes, lobendes Mißverstehen. Doppler wieder ausschließlich wörtlich zitierend, singt seinen Wissenschafts-Pasadoble. In einer Parallel-Aktion versucht Anton von Winter seinen Namensvetter Anton Winter zu einer Intrige zu überreden, während Katharina Herlicka und Doppler über den Unterschied von Freundschaft und Liebe sinnieren. Dritter Akt Venedig Dallapietra versucht von Anton Winter zu erfahren, wie es zu Dopplers tragischer Veränderung gekommen sei. Er ist krank und verwirrt nach Venedig geflohen. Seine Frau, Aloisia von Winter verfolgen ihn schicksalhaft. Katharina sucht ihn zu verteidigen, er aber geht starrsinnig seinem letzten Experiment an Signorina Florian, Dallapietras Mündel, nach. Er singt das Sternenlied. Ein Finale läßt Doppler wild gegen die Frauen, gegen Dallapietra und Anton von Winter ansingen, - ein komplexes Sextett, aus dem Doppler zu entrinnen trachtet: Die Erde wird mir hier zu dicht. Feiste Materie öffne dich, ich will ans Licht. Anton und Dallapietra greifen ein letztes Mal ein eine spektakuläre theatralische Rettungsaktion. Dazu singen die Gondolieri und geben dem Finale Glanz und sorgen für eine Apotheose der Neueren Zeit. |